Astronomietag

2026 – Der Mond mit Goldenem Henkel – Abendstern Venus – Riesenplanet Jupiter

Der Astronomietag 2026 steht ganz im Zeichen unseres kosmischen Nachbarn: Der zunehmende Mond steht während der gesamten ersten Nachthälfte hoch am Himmel. Zehn Tage nach Neumond sind die Bedingungen ideal, um mit Ferngläsern und großen und kleinen Teleskopen seine Kraterlandschaften zu erkunden. Besonders auffällig zeigt sich unmittelbar an der Tag-und-Nacht-Grenze die von der Sonne beleuchtete bogenförmige Bergkette des Juragebirges, die die noch im Schatten liegende Regenbogenbucht einfasst: der sogenannte Goldene Henkel.

Abends steht auch Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, hoch am Südwesthimmel. Er ist so hell, dass er zusammen mit der Venus im Westen bereits eine knappe Stunde nach Sonnenuntergang  noch vor den hellen Sternen des Wintersechsecks in der hellen Dämmerung auftaucht. Mit Fernglas und Teleskop zeigt er sich umgeben von den vier Galileischen Monden Io, Europa, Ganymed und Kallisto. 

Der Sternhimmel am Astronomietag

Am Astronomietag 2026 befindet sich der Sternhimmel in der Übergangszeit von den Winter- zu den Frühlingssternbildern. Wenn es abends dunkel wird, kann man sich noch an den funkelnden Sternen des Winterhimmels erfreuen: Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel, ist der Hauptstern des Sternbilds Großer Hund und fällt als erstes ins Auge. Nicht weit davon entfernt bilden die sieben Sterne des Himmelsjägers Orion eine prägnante Figur mit der Beteigeuze oberhalb und dem Fußstern Rigel unterhalb der drei aufgereihten Gürtelsterne, die den Weg zum berühmten Orionnebel weisen. Von den Wintersternbildern geht der Stier mit dem Hauptstern Aldebaran im Frühjahr abends als erstes unter.

Über dem Orion hingegen stehen die Zwillinge und der Fuhrmann noch hoch am Himmel. Um Mitternacht haben sie dann aber den Frühlingssternbildern rund um den Löwen Platz gemacht. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen fällt das Tierkreissternbild Krebs kaum auf. Bei klarem Himmel und fernab störender Lichter wird man mitten im Krebs einen Nebelfleck entdecken: den offenen Sternhaufen Praesepe, die Krippe. Steil über uns findet man jetzt den Großen Bären, dessen sieben hellste Sterne die bekannte Figur des Großen Wagens bilden.

In Südostrichtung erhebt sich Spica im Sternbild Jungfrau über den Horizont. Weiter nordöstlich funkelt der orange Arktur im Sternbild Bootes. Über dem Südhorizont schlängelt sich jetzt der vordere Teil des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange; bei nicht so klarem Himmel wird man allenfalls ihren hellsten Stern Alphard sehen können – sein Name bedeutet nicht ganz zufällig „der Einsame“. Das kleine Sternbild Rabe hat sich gerade über den Horizont geschoben. Obwohl es nur aus schwächeren Sternen besteht, ist es aufgrund seiner kompakten Figur gut zu erkennen.

RÜCKBLICK

Am 29. März war der Astronomietag 2025

Partielle Sonnenfinsternis

Der Astronomietag 2025 liegt nun hinter uns.

Ein herzliches Dankeschön an die zahlreichen Besucher, die diesen Tag mit uns geteilt haben. Ebenso gilt unser besonderer Dank den engagierten Helfern des Astrostammtischs Mitwitz für ihre tatkräftige Unterstützung.

Trotz anfänglicher Bewölkung zeigte sich der Wettergott gnädig und ließ die Wolken auflockern, sodass die Sonne schließlich doch beobachtet werden konnte.

Wir freuen uns schon auf das nächste astronomische Highlight mit euch!

Bis zum nächsten Mal… eure Sternwarte Rotheul 😃

So war unser Programmablauf 2025 ….

Astronomietag 2025 in der Sternwarte Rotheul

Datum: Samstag, 29. März 2025
Ort: Sternwarte Rotheul
Zeit: 10:00 – 13:30 Uhr

Thema: Sonnenfinsternis 2025 – Ein kosmisches Schauspiel erleben


Programmablauf:

10:00 Uhr: Sternwarte Rotheul öffnet ihre Tore für die Besucher

10:30 Uhr: Eröffnung der Veranstaltung

Henry Bolgehn, Leiter der Sternwarte Rotheul, begrüßt die Gäste und leitet in den Astronomietag 2025 ein. Dieses besondere Ereignis bietet eine hervorragende Gelegenheit, mehr über die partielle Sonnenfinsternis zu erfahren.

  • Wie entsteht eine partielle Sonnenfinsternis?
  • Worin unterscheidet sie sich von einer totalen Sonnenfinsternis?

Im Anschluss erfolgt die Ausgabe der Finsternisbrillen zur sicheren Beobachtung des Ereignisses.
Die Schutzbrillen sind in begrenzter Stückzahl in der Sternwarte Rotheul erhältlich und können für 3,60 € pro Stück erworben werden.

11:20 – 13:10 Uhr: Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis
Am 29. März 2025 erwartet uns eine partielle Sonnenfinsternis! Bei dieser SoFi verdeckt die Mondscheibe die Sonne nur zum Teil, es gibt eine Teilfinsternis, die auch in Deutschland zu sehen ist. In unserem Gebiet wird nur ein relativ kleiner Teil der Sonnenscheibe bedeckt.
Mit einer totalen Sonnenfinsternis, bei der die komplette Sonnenscheibe bedeckt ist und es merklich dunkler wird, ist dieses Ereignis nicht zu vergleichen. Dafür findet die partielle Sonnenfinsternis zu einer günstigen Zeit statt – mittags an einem Samstag. Dann können Sie anderthalb Stunden lang beobachten, wie sich die Mondscheibe von rechts oben über die Sonnenscheibe schiebt.
Schon die einfachsten Hilfsmittel genügen, um die Sonne „angeknabbert“ zu sehen: zum Beispiel eine Finsternisbrille oder die Projektion mit einem Fernglas. Das Maximum ist gegen 12:15 Uhr MEZ.
Im deutschen Sprachraum werden bis zu 22% der Sonnenoberfläche vom Mond bedeckt. In Rotheul werden es nur 14,3% sein. Die Dauer des Spektakels beträgt ungefähr 1 Stunde und 36 Minuten.

Die Finsternis endet gegen 13:03 Uhr MEZ.

Nach der Sonnenfinsternis:
Nach dem astronomischen Spektakel haben Besucher die Möglichkeit, die Sternwarte Rotheul zu besichtigen und mehr über die faszinierende Welt der Astronomie zu erfahren.


Hier ein paar Impressionen vom Astronomietag 2025 an der Sternwarte Rotheul – 29. März 2025

Fotos: (c) Sternwarte Rotheul

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